EU-Gleichbehandlungsstelle

Forschung

One-Stop Shop: Aktuelle Analysen zur Arbeitnehmerfreizügigkeit

Die Gleichbehandlungsstelle EU-Arbeitnehmer bietet einen regelmäßig aktualisierten Überblick über die wichtigsten Studien & Berichte zur Arbeitnehmerfreizügigkeit. Sie vergibt auch eigene Forschungsaufträge. Eine gerade veröffentlichte Übersichtsstudie soll einen Eindruck verschaffen, wie der aktuelle Forschungsstand zur Arbeitnehmerfreizügigkeit aussieht.

One-Stop Shop: Studien & Berichte verschiedener Akteure

Um eine tiefergehende Beschäftigung mit bestimmten Einzelthemen der Arbeitnehmerfreizügigkeit zu erleichtern, ist auf der Homepage der Gleichbehandlungsstelle EU-Arbeitnehmer unter der Kategorie Analysen eine umfassende Auflistung lesenswerter Studien und Berichte einsehbar. Die Studien werden jeweils kurz zusammengefasst. Die Auflistung wird laufend aktualisiert.

Thematisch unterteilt in acht unterschiedliche Kategorien (z.B. Quantitative Entwicklung, Partizipation am Arbeitsmarkt, Arbeitsausbeutung), werden insgesamt knapp 70 Berichte und Studien verschiedenster Autoren und Institutionen zu unterschiedlichen Aspekten der Arbeitnehmerfreizügigkeit zusammengefasst. Dazu gehören u.a. regelmäßige Veröffentlichungen des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF), der EU-Kommission und der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (FRA), wie auch ausgewählte Studien einzelner Institutionen (z.B. Friedrich-Ebert Stiftung) und einzelner Autoren. 

Aktuelle Übersichtsstudie zu Arbeitnehmerfreizügigkeit in Deutschland

Im Auftrag der EU-Gleichbehandlungsstelle hat Herr Professor Dr. Baas (Duale Hochschule Baden-Württemberg in Stuttgart) eine Übersichtsstudie zur Erfassung des aktuellen Forschungsstands zum Thema „Arbeitnehmerfreizügigkeit in Deutschland“ verfasst. Die Studie bereitet das interdisziplinäre Themengebiet der Arbeitnehmerfreizügigkeit so auf, dass interessierte Dritte (z.B. Medienvertreter, Beratungsstellen, Wissenschaftler, etc.) ohne zusätzlichen Rechercheaufwand einen inhaltlichen Überblick erhalten. Dabei gibt die Studie wissenschaftlich fundierte Einblicke in die aktuellen Problemlagen der EU-Arbeitnehmer/-innen in Deutschland und identifiziert Forschungslücken für weitere Forschungsvorhaben.

Der Autor stellt einleitend die rechtlichen Rahmenbedingungen der Arbeitnehmerfreizügigkeit dar. Anschließend wird die quantitative Bedeutung der Wanderung von EU-Bürgern/-innen nach Deutschland illustriert und damit die besondere Relevanz der Arbeitnehmerfreizügigkeit für Deutschland hervorgehoben. Im Hauptteil hebt der Autor drei wesentliche Themenfelder heraus:

  • Wanderungsprozesse und damit verbundene volkswirtschaftliche Implikationen – Wer sind die „Gewinner und Verlierer“ auf dem Arbeitsmarkt?;
  • das mit der Arbeitnehmerfreizügigkeit korrespondierende Gleichbehandlungsgebot;
  • die Kontroversen rund um den Zugang von EU-Bürgern/innen zum deutschen Sozialsystem aus juristischer Perspektive.

Die Übersichtsstudie steht auf der Website zum Download zur Verfügung.

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