EU-Gleichbehandlungsstelle

50 Jahre Arbeitnehmerfreizügigkeit

Leben und Arbeiten in der Europäischen Union

Zum 50-jährigen Jubiläum des Bestehens der EU-Arbeitnehmerfreizügigkeit haben Experten aus Politik, Verbänden und Wirtschaft über die Zukunft der Migration innerhalb der EU diskutiert. 

Für jeden einzelnen von uns ist es völlig normal geworden, sich in Europa frei zu bewegen. Die Grenzen innerhalb der Europäischen Union überqueren wir, ohne sie wirklich wahrzunehmen. Menschen in ganz Europa begreifen diese Freizügigkeit als Chance, nicht nur zum Reisen, sondern auch zum Arbeiten und zum Leben. Anlässlich des diesjährigen runden Jubiläums, würdigten die Bundesregierung und die EU-Kommission mit der gemeinsamen Veranstaltung „Leben & Arbeiten – EU-Wanderer in Deutschland“  50 Jahre Arbeitnehmerfreizügigkeit.

Freizügigkeit ist Herzstück der EU

Staatsministerin Annette Widmann-Mauz Staatsministerin Annette Widmann-Mauz Quelle: Vertretung EU-Kommission Berlin, 2019

Staatsministerin Annette Widmann-Mauz: „Dass EU-Bürgerinnen und -Bürger in Europa frei reisen, sich niederlassen und arbeiten können, ist eine wichtige Errungenschaft. Die EU-Freizügigkeit ist das Herzstück des geeinten Europas und sichert Wachstum und unseren Wohlstand. Denn dank der EU-Einwanderung steigt unser Bruttoinlandsprodukt jedes Jahr um etwa 0,2 Prozent. Es ist eine gemeinsame Verpflichtung, eingewanderte EU-Bürgerinnen und -Bürger bei der Durchsetzung ihrer Rechte zu unterstützen. Dazu gehört auch der Schutz vor Arbeitsausbeutung und der Zugang zur Gesundheitsversorgung.“

Herausforderungen der Mobilität

Auf der Veranstaltung in der Vertretung der EU-Kommission in Berlin wurden auch die Herausforderungen angesprochen: EU-Bürgerinnen und -Bürger stoßen immer wieder auf Hindernisse bei ihrer Mobilität und Arbeitnehmerfreizügigkeit. Sie berichten von Schwierigkeiten bei der Gesundheitsversorgung, beim Zugang zu Wohnraum oder sozialen Leistungen.

Diese Bereiche zu erkennen, zu analysieren und Verbesserungsvorschläge zu machen, ist unter anderem die Aufgabe der Gleichbehandlungsstelle EU-Arbeitnehmer. 

Binnenmarkt profitiert von EU-Einwanderung

Staatsministerin Annette Widmann-Mauz und Katja Leikert mit Europa-Flagge Staatsministerin Annette Widmann-Mauz (r.) und Katja Leikert Quelle: Vertretung EU-Kommission Berlin, 2019

Vor 15 Jahren, im Mai 2004, traten zehn Länder Mittel- und Osteuropas in die EU ein. Das war die bisher größte Erweiterung. Sie leistete einen großen Beitrag zur dauerhaften Überwindung der Teilung Europas und stärkte den EU-Binnenmarkt.

Heute kommen mit der Arbeitnehmerfreizügigkeit jedes Jahr über 600.000 Menschen nach Deutschland. Damit sind EU-Bürgerinnen und -Bürger die größte Einwanderer-Gruppe. Die meisten kommen aus Osteuropa.

Diese Einwanderung verläuft weitgehend reibungslos, oftmals unsichtbar und erfolgreich. In vielen Branchen tragen EU-Arbeitnehmer zur Wirtschaftskraft unseres Landes bei und sichern den Fachkräftebedarf.

Montag, 20. Mai 2019

Zusatzinformationen