EU-Gleichbehandlungsstelle

Bevorzugter Impfzugang

Arbeits- und Lebensumstände mit deutlich erhöhtem Infektionsrisiko

Wenn Sie in Branchen mit besonderen Anforderungen arbeiten, können Sie einen bevorzugten Zugang zur Impfung in Deutschland haben – unabhängig von der Staatsangehörigkeit. Dazu gehören etwa die Branchen Fleischindustrie, Paketdienste oder Saisonarbeit.

Für Personen, bei denen aufgrund ihrer Arbeits- oder Lebensumstände ein deutlich erhöhtes Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus besteht, ist eine bevorzugte Schutzimpfung mit erhöhter Priorität (Stufe 3 nach Coronavirus-Impfverordnung) möglich.

Folgende Voraussetzungen müssen Sie erfüllen:

  • Sie haben einen allgemeinen Anspruch auf Impfung  – das heißt grundsätzlich einen Zugang zu Impfung in Deutschland – und
  • sind aufgrund Ihrer (prekären) Arbeits- und/oder Lebensumstände einem deutlich erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt.

Hinweis: Die Staatsangehörigkeit spielt beim Anspruch auf Impfung keine Rolle!

Zu den Voraussetzungen im Einzelnen:

Allgemeiner Anspruch auf Impfung

Ihr Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt ist in Deutschland oder Sie sind in Deutschland gesetzlich oder privat krankenversichert.

Hinweis: Ein gewöhnlicher Aufenthalt besteht, wenn an den Umständen erkennbar ist, dass Sie sich an diesem Ort oder in diesem Gebiet länger und nicht nur vorübergehend (z.B. zu touristischen Zwecken oder zu Besuchen) aufhalten.

Arbeits- und Lebensumstände mit deutlich erhöhtem Infektionsrisiko

Anzunehmen in Branchen wie der Fleischindustrie, den Paketdiensten oder der Saisonarbeit. In Betracht kommen aber auch andere Branchen, die ähnlich schwierige Arbeits- und/oder Lebensumstände mit sich bringen. Grundsätzlich an Arbeitsplätzen mit vielen Personen zusammen und in Räumen mit mangelhafter Frischluftzufuhr.

Was müssen Sie für die Schutzimpfung mit erhöhter Priorität vorlegen?

1. Nachweis zum allgemeinen Anspruch auf Impfung:

Gegenüber dem Impfzentrum, dem mobilen Impf-Team, der Arztpraxis oder der Betriebsärztin oder dem Betriebsarzt müssen Sie einen Lichtbildausweis (z.B. Personalausweis) oder einen sonstigen Beleg (z.B. Ihren Arbeitsvertrag) vorlegen, aus dem Ihr Wohnort oder gewöhnlicher Aufenthaltsort in Deutschland hervorgeht oder eine Bescheinigung über Ihre gesetzliche oder private Krankenversicherung in Deutschland.

2. Nachweis zu Arbeits- und Lebensumständen mit deutlich erhöhtem Infektionsrisiko:

Zusätzlich müssen Sie einen schriftlichen Nachweis für Ihre Tätigkeit vorlegen (z.B. Ihren Arbeitsvertrag), aus dem hervorgeht, dass bei Ihnen aufgrund Ihrer Arbeits- oder Lebensumstände ein deutlich erhöhtes Infektionsrisiko besteht.

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