Mit „Kompan – Digital Streetwork für EU-Zugewanderte“ ist am 1. Januar 2025 ein Projekt gestartet, das EU-Zugewanderte in den beteiligten Bundesländern über soziale Medien und digitale Plattformen berät und unterstützt. Der Bund ist über die EU-Gleichbehandlungsstelle daran beteiligt.
„Kompan“ nimmt Bezug auf die sehr guten und evaluierten Erfahrungswerte der bundesgeförderten Modellprojekte CADS – Community Advisors für EU-Beschäftigte und Fem.OS Plus für drittstaatsangehörige Frauen. Insbesondere wird die bisher bewährte Methodik des aufsuchenden Ansatzes in der Beratung über die sozialen Medien fortgeführt.
„Kompan“ hat EU-Zugewanderte als Zielgruppe und legt einen besonderen Fokus auf das Thema Arbeitsmarkt. Es wird über zwölf Bundesländer und den Bund finanziert und ist eines von zwei Schwesterinitiativen. Die andere Projektinitiative „Nedim - Netzwerk digitale Migrationsberatung“ wird vom Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) gefördert und hat drittstaatsangehörige Zuwanderer im Blick. Beide Projekte haben eine dreijährige Laufzeit. Das Projekt Kompan berät und informiert vor allem auf Bulgarisch, Polnisch, Rumänisch und Deutsch; im Bereich der beruflichen Integration in geringerem Umfang auch auf Arabisch, Englisch, Französisch, Persisch, Russisch, Türkisch und Ukrainisch. Projektträger beider Projekte ist Minor – Projektkontor für Bildung und Forschung.
Zugewanderte nutzen überdurchschnittlich häufig soziale Medien zur Informations- und Beratungssuche, jedoch existieren in den Bundesländern bislang relativ wenig digitale Migrationsberatungsangebote. Das Projekt Kompan will dies ändern, indem es Zugewanderte aus den beteiligten Bundesländern in sozialen Medien zu gesellschaftlicher und beruflicher Integration berät sowie regelmäßige Informationskampagnen in sozialen Medien zur Unterstützung der Integration veranstaltet.
Neben der aufsuchenden Information und Beratung zielt das Projekt auf die Stärkung digitaler Methoden in der Migrationsberatung insgesamt in den beteiligten Bundesländern. Der Austausch und die Vernetzung zwischen den verschiedenen Akteuren einerseits vor Ort und andererseits zwischen den Bundesländern und der Gleichbehandlungsstelle EU-Arbeitnehmer steht im Fokus, um nachhaltige Strukturen für Digital Streetwork voranzutreiben