Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales pflegt intensive Beziehungen zu den Partnerressorts in Rumänien, der Republik Bulgarien und der Republik Moldau. Zielsetzung der Zusammenarbeit: faire Arbeitsbedingungen und faire Mobilität für mobile Beschäftigte aus diesen Ländern.
Beschäftigte aus Bulgarien, Rumänien und Moldau sind auf dem deutschen Arbeitsmarkt stark vertreten und leisten einen wichtigen Beitrag zum Gelingen von Wirtschaft und Gesellschaft. Hunderttausende Staatsangehörige dieser Länder arbeiten in ganz unterschiedlichen Wirtschaftszweigen, von hochqualifizierten Berufen bis zu ungelernten Tätigkeiten – mit festem Lebensmittelpunkt in Deutschland, als mobile Beschäftigte oder als Saisonarbeitskräfte.
Nachdem zu Beginn der COVID19-Pandemie im Jahr 2020 besondere Defizite bei den Arbeitsbedingungen für südosteuropäische Beschäftigte bekannt wurden, etwa in der deutschen Fleischindustrie, hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales seine Beziehungen zu den EU-Mitgliedstaaten Bulgarien und Rumänien deutlich intensiviert sowie zuletzt auf den Beitrittskandidaten Moldau erweitert.
Das Ziel der Zusammenarbeit mit den Partnerressorts in Bulgarien, Rumänien und Moldau: den Sozialschutz insbesondere für mobile Beschäftigte und vulnerable Gruppen verbessern, den Zugang zu Information und Beratung ermöglichen, auf bessere Arbeits- und Lebensbedingungen hinwirken sowie Beispiele guter Praxis bei der Bewältigung gemeinsamer Herausforderungen austauschen.
Im Rahmen bilateraler Vereinbarungen und Arbeitsprogramme zwischen dem BMAS und den jeweiligen Partnerministerien werden gemeinsame Projekte vorangetrieben und betroffene Akteure vernetzt. In den seit 2020/21 abgeschlossenen Arbeitsprogrammen geht es u.a. um:
Die bilaterale Arbeit wird auch im Zeitraum 2025-2026 fortgesetzt. Dabei spielen neben den skizzierten Schwerpunkten auch neue Themen eine Rolle wie etwa die Veränderung des Arbeitsmarktes durch Digitalisierung oder die verstärkte Anwerbung von Drittstaatsangehörigen auch in Südosteuropa. Dies findet sich bereits im neuen deutsch-bulgarischen Arbeitsprogramm vom 10. März 2025 wieder.
Die bilaterale Zusammenarbeit mit Rumänien, Bulgarien und Moldau wird im BMAS vom Sonderbeauftragten für Beziehungen zu Südosteuropa koordiniert – Herr Dr. Thomas Fehrmann (thomas.fehrmann@bmas.bund.de) und sein Team stehen für Fragen und Anregungen gern zur Verfügung.