Die Gleichbehandlungsstelle EU-Arbeitnehmer (EU-GS) informiert ausländische Saisonarbeitskräfte über Facebook gemeinsam mit dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft und dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Dabei geht es um wichtige Aspekte ihrer Arbeit wie Mindestlohn, Arbeitsschutz und Unterkünfte.
Jedes Jahr arbeiten etwa 300.000 ausländische Saisonarbeitskräfte vorübergehend in der deutschen Landwirtschaft bei der Spargel- und Erdbeerernte, im Weinbau oder der Baumobsternte. Da sie nur vorübergehend in Deutschland tätig sind, sprechen sie oft kein oder wenig Deutsch. Saisonarbeitskräfte sind meist in Sammelunterkünften im ländlichen Raum, isoliert von Informationsmöglichkeiten und Beratungsstellen, untergebracht. Wie auch in den letzten Jahren hat die EU-GS zur Unterstützung von Saisonarbeitskräften in enger Abstimmung mit dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) sowie dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) eine Infokampagne für die sozialen Medien entwickelt. Zur Verbreitung werden die Facebook-Kanäle des von der EU-GS geförderten Digital Streetwork Projekts CADS – Community Advisors für EU-Beschäftigte genutzt.
Die Kampagne thematisiert unter anderem den in Deutschland geltenden Mindestlohn, der auch für Akkordlohn gilt. Weitere Themen sind der Arbeitsschutz und die Mindestanforderungen an den Arbeitsvertrag, den Saisonarbeitskräfte mit den Arbeitgebern abschließen. Die Kampagne läuft in rumänischer, polnischer und bulgarischer Sprache auf Facebook und ist für alle Menschen zu sehen, die ihr Mobiltelefon in einer dieser drei Sprachen nutzen und im deutschen Netz eingeloggt sind.
Screenshots der aktuellen Saisonarbeitskampagne
Foto: EU-GS
Das dazugehörige Infomaterial des BMAS zum Thema „Mindestlohn“ lässt sich hier auf insgesamt dreizehn Sprachen abrufen.
Die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) bietet auf ihrer Homepage auf insgesamt zehn Landessprachen ausführliche Informationen zum Thema „Sicher und gesund arbeiten“.
Wichtige Informationen erhalten Sie daneben ebenfalls mehrsprachig auf den Webseiten der EU-GS.