Studien
Lokale Integration von EU-Migrant:innen vielfältig gestalten
EU-Migration macht den weitaus größten Teil der Nettozuwanderung nach Deutschland aus. Zugleich aber kommt der stark heterogenen Gruppe der EU-Migrant:innen im Kontext integrationspolitischer Bestrebungen bzw. Maßnahmen, die auf die lokale Integration von Migrant:innen abzielen, eine vergleichsweise geringe Aufmerksamkeit zu. Fehlende Angebote zur Integration hemmen wiederum den Bleibewunsch dieser Menschen. Insbesondere ländliche Regionen profitieren jedoch von einem auf Dauer angelegten Zuzug von EU-Migrant:innen, um einem weiterhin zunehmenden Fachkräftemangel, dem demografischen Wandel sowie einer Abwanderung vor allem junger Menschen in andere, insbesondere urbane, Räume entgegenzuwirken.
Die vorliegende Kurz-Expertise diskutiert die Handlungsspielräume kommunaler Verwaltungen in ländlichen Räumen, den Zugang zu EU-Migrant:innen zu fördern und ihre Integration zu stärken – über die Einbindung in den lokalen Arbeitsmarkt hinaus. Sie nimmt die Potenziale und Hürden solcher Maßnahmen in den Blick, die einerseits auf die individuelle Teilhabe von EU-Migrant:innen insbesondere aus südosteuropäischen Ländern und andererseits auf die Förderung des gesellschaftlichen Zusammenhalts (soziale Kohäsion) abzielen.
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